Ein Impf-Interview im Norden Thailands

Ich hatte Gelegenheit, am Wochenende den Deutschen Honorarkonsul in Chiang Mai Herrn Sebastian-Justus Schmidt zu aktuellen COVID Themen zu befragen:

Frage:
Was macht der Deutsche Honorarkonsul um die Covid19-Situation für die Deutschen hier in Nordthailand zu verbessern?

Schmidt:
Leider können wir von unserem Buero nicht viel tun. Es hat sich glücklicherweise von Thailändischer Seite einiges getan und mittlerweile funktionieren die Webseiten für die Registrierung der Impfung offensichtlich gut. Ich habe Rückmeldungen erhalten, dass Registrierungen bereits zu Impfterminen geführt haben.

Frage:
Den meisten Leuten geht das alles zu Langsam. Hätte sich die Deutschen Botschaft sich in dieser besonderen Situation nicht einsetzen können und irgendwelche Impfstoffe für die Landsleute einfliegen lassen?

Schmidt:
Thailand hat klargestellt, die Impfhoheit im eigenen Land zu behalten.
Die Deutsche Botschaft sowie die meisten anderen Vertretungen respektieren diesen Wunsch. Von vielen Deutschen Stellen ist den Thailändischen Behörden immer Zusammenarbeit angeboten worden und ein regelmäßiger Informationsaustausch besteht, teilweise wird auch das gesamte Consular Corps eingebunden.

Frage:
Wir hören immer wieder die Kritik, dass die Kommunikation viel offensiver hätte gestaltet werden können.

Schmidt:
Bisher hatte ich die Geduld vieler Landsleute bewundert – aber jetzt fängt es an, dass auch bei den geduldigsten Deutschen die Nerven blank liegen. Ich kann das verstehen. Mir persönlich geht es nicht anders. Aber was soll man denn kommunizieren? In den letzten Monaten – eigentlich seit Beginn –  gab es ständig sich ändernde Informationen von nahezu allen beteiligten Stellen. Hätte man all diese Informationen weitergegeben, wäre die Konfusion noch grösser.

Frage:
Hatten Sie Corona bedingt einmal Probleme in Ihrem HK Office?

Schmidt:
Das Buero des Honorarkonsuls war die ganze Zeit täglich geöffnet von Montag – Freitag von 09:00 bis 12:00. Ich selber bin immer am Montag und Dienstag vormittags – und auf besondere Vereinbarung im Office. Wir bekommen täglich Anrufe, Mails und sogar Besuche von Deutschen, die sich unsicher fühlen und fragen, was zu tun ist. Deshalb freue ich mich, dass ich einige Ihrer Fragen hier beantworten konnte.

Letzte Frage:
Sind Sie eigentlich schon geimpft?

Schmidt:
Grundsätzlich ist die Impfung eine individuelle Entscheidung und ich kenne einige Menschen, die bewusst keine Impfung wollen. Diese Entscheidungen sind zu respektieren – und solange es keine gesetzlich vorgeschriebene Impfpflicht gibt, sollten wir das auch berücksichtigen. Das Thema wird sich noch zu einer interessanten Diskussion in Deutschland entwickeln. Aber zur Frage: Ich selbst habe mich für eine Impfung entschieden und bin auch bereits geimpft.

Danke, Herr Honorarkonsul Sebastian-Justus Schmidt für Ihre Antworten.

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