Einreisebestimmungen 1. Juni 2022

Thailand paßt die Einreisebestimmungen für Reisende an.
Registrieren Sie sich auf Thailand Pass über https://tp.consular.go.th/.
Ab dem 1. Juni 2022 müssen ausländische Reisende, die nach Thailand kommen, nur noch die folgenden Angaben machen:

  1. COVID-19-Impfbescheinigungen oder COVID-19-Testergebnisse;
  2. Eine Reiseversicherung im Gegenwert von mindestens 10.000 USD, die medizinische Kosten im Zusammenhang mit COVID-19 abdeckt;
  3. Kopie eines gültigen Reisepasses.
    Der QR-Code für den Thailand-Pass wird unmittelbar nach der Registrierung automatisch generiert.
    Die Fluggesellschaften müssen den QR-Code des Thailand-Passes überprüfen, bevor sie den Reisenden eine Bordkarte für die Einreise nach Thailand ausstellen.
    Nach der Ankunft in Thailand müssen die Reisenden die Gesundheitskontrolle am Flughafen durchlaufen.

FB Gov.: https://t1p.de/w8pqh

Aus – und Wiedereinreisegenehmigung

RE-ENTRY PERMIT – bei Ausreise innerhalb der Visagültigkeit.

Sie können auch eine Wiedereinreisegenehmigung bei der Passkontrolle Zone 2, 4. Stock, Flughafen Suvarnabhumi jeden Tag, 24 Stunden am Tag beantragen.

Antragsgebühr

**Einmalig (Single) 1.000 Baht

**Mehrmals (Mehrfach) 3.800 Baht

☎️ Telefonnummer der Einwanderungsbehörde 02-1340638 (Zone 2)

ANTRAG AUF WIEDEREINREISE-ERLAUBNIS ZUR RÜCKKEHR IN DAS KÖNIGREICH (TM.8)
APPLICATION FOR RE-ENTRY PERMIT TO RETURN INTO THE KINGDOM (TM.8)mehr (PDF)

Quelle: RB 23.05.22

Mit dem E-Auto in Thailand unterwegs

Mit dem Elektroauto: MG EP Plus, der Trip von Chiang Mai, Thailand ans Meer. Gesamt 2.230 km.

Zuerst planten wir genauestens den Weg, dazu sollte man wissen:

Der MG EP Plus kann/soll bei voll aufgeladener Batterie, laut Hersteller 380 km schaffen? Dabei darf allerdings kein Aircon eingeschaltet sein. Mit einer sehr defensiven Fahrweise und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 80 km/h schafft man evtl. die 380 km. Wir gingen allerdings bei unserer Planung von normaler Aircon Nutzung und auch jeweils angepasster Geschwindigkeitsnutzung aus.

Die Versorgung in Thailand mit Ladestationen ist wirklich sehr gut. Es gibt die verschiedensten Apps der Unternehmen, die Ladestationen, Zustand, Preise usw. anzeigen.

Ladestationen in Thailand: MG Company, Elektrocompany, Tankstellenbetreiber, PTT, Hotels und selbst „Einkaufszentren“.

Die thailändischen Tankstellen von PTT, die mit Elektroladesäulen ausgerüstet sind, diese können derzeit 50 Minuten FREI genutzt werden, danach schalten sie sich automatisch ab.
Nach 50 Minuten ist eine Batterie mindestens zu 90 % geladen.

OR zielt mit EV-Ladegeräten auf umweltbewusste Käufer ab (T-Tipp) … mehr

Wir wollten bei unserem Trip ausprobieren, wie man eine weite Strecke am günstigsten schafft. Am Ende haben wir 3-mal Bezahlladestationen von MG (zum Feiertagspreis) genutzt, zum Gesamtpreis von 350 THB.

Planung: Zwischen 190 und 220 km wurde eine PTT-Ladestation bei unserer Streckenplanung angepeilt, dazu muss auch mitgeteilt werden, das man eine Ladesäule bis zu 15 Minuten vorplanen, belegen kann. Was leider auch vermehrt „Scherzbolde“ machen, aber dann doch nicht erscheinen.

Der Weg: Chiang Mai, Lampang nach Ayutthaya, dort zwei Nächte verbringen. Danach weiter nach Pachuap Khiri Khan ans Meer, ins Militärgebiet, dort zum Hotel Fachomkluen, zwei Übernachtungen, danach weiter am Meer entlang in ein schönes Resort in Prachuap Khiri Khan, wo wir eine Nacht verbrachten.

Am nächsten Vormittag ging es zurück Richtung Chiang Mai, wo wir nach einer Übernachtung dann wieder wohlbehalten eintrafen. Wegen „Geschwindigkeitsübertretung“ beglückten wir die Polizei-Kassen zweimal mit 500 THB.

Da wir auch an unserem Häuschen eine Ladestation haben (die, bisher in zwei Monaten nur zum Ausprobieren genutzt wurde), ansonsten nutzten wir nur PTT Stationen.

Unser Fazit: Wir können nach dieser Tour sagen, dass die Versorgung mit Ladestationen gut bis sehr gut ist. Man könnte so eine Tour auch beginnen und einfach losfahren, wenn man sieht, dass die Batterie gefüllt werden sollte, hält man bei der nächsten Ladestation, eine Füllung kostet um die 300 THB, die von einer Karte abgebucht wird.

Bei uns gibt es bisher eigentlich nur Positives zum Thema E-Auto zu berichten.
Einem Bericht nach, ist eine kleine Familie (Vater, Mutter, Kind), eine Woche nach Phuket gefahren, sie haben angeblich im MG EP Plus übernachtet.

„Keine Angst vorm Fernsehen ?!“

Liebe Thailand-Freunde. Ich drehe im Auftrag des Südwestrundfunks eine Dokumentation über deutsche Auswanderer, die planen, sich ihren Traum vom Leben in Thailand erfüllen. Wir machen kein Krawall- und Herzschmerz-TV, sondern faire Filme, die die Menschen ernst nehmen und sie ausführlich zum Wort kommen lassen. Vielleicht hat der ein oder die andere ja vor inzwischen 15 Jahren meine dreiteilige Serie „Oma will nach Thailand“ gesehen. Wir werden für unseren neuen Film unsere „Helden“ von damals noch einmal besuchen und schauen, welche Hoffnungen sich erfüllt haben und welche nicht. Und ich bin auf der Suche nach Menschen, die jetzt ihre Auswanderung planen und Spaß daran hätten, bei einem seriösen Fernsehprojekt mitzumachen. Sie können sich sehr gerne erst einmal ganz unverbindlich bei mir melden, und wir besprechen alles Weitere. 

Wolfgang Luck
www.luckfilm.de
luck@luckfilm.de
Handy: 0171 53 13 616.

D-Botschaft WARTEZEITEN für Visa

Die Webseiter der Deutschen Botschaft Bangkok informiert
ACHTUNG: Erhöhte Wartezeiten für Beantragung von Visa

Aufgrund von Covid-19-bedingten Personalengpässen beim Dienstleister VFS Global und bei der Deutschen Botschaft müssen Sie bei der Visumbeantragung zur Zeit leider mit erhöhten Wartezeiten rechnen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sondertermine nur in Notfällen wie z.B. bei Todesfällen in der Familie oder aus dringenden medizinischen Gründen vergeben werden können.

Beachten Sie bitte auch, dass ein Visum bis zu 6 Monate vor gewünschter Einreise beantragt werden kann und mindestens 15 Tage vor Reiseantritt beantragt werden sollte um eine rechtzeitige Visumentscheidung zu gewährleisten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
https://bangkok.diplo.de/th-de

Wohnsitzmeldung in Thailand

Hotels und Gasthäuser werden ausländische Gäste automatisch anmelden.

Jeder Ausländer, in Thailand muss innerhalb von 24 Stunden, an seinem Aufenthaltsort: Hotel, Haus oder Condominium angemeldet werden (section 38 of the 1979 immigration act).

Dies erfolgt über das Formblatt tm.30 https://t1p.de/dqikx (PDF) und muss bei der Immigration mit Passkopien aller Bewohner eingereicht werden.
(Der Vermieter (Hausbuch Eigentümer) – Ehepartner, Freund oder … muss das tm 30 ausgefüllt und mit ID-Card und Hausbuch Kopie der Immigration vorlegen).

Condo Besitzer/Mieter, auch Mieter von Häusern sollten dieses mit dem jeweiligen Vermieter oder dem Condo Büro abklären.
Verantwortlich für diesen Report ist in erster Instanz der Vermieter, allerdings kann es für den Ausländer selbst nachteilig werden, wenn der 90 Tage Report oder die Visumverlängerung ansteht und die Wohnsitzmeldung nicht erfolgt ist.

Online Anmeldungen
Auf der Webseiter der Immigration gibt es auch diesen Link (Login für Hotel): https://extranet.immigration.go.th/fn24online/

(TM 28.) Die Rückmeldungen nach Reisen innerhalb Thailands sind seit 28.01.2020 vom Tisch… mehr

Weitere Immigration „Formulare

Immigration „Formulare“

Immigration Division 1 Hier findet man die Antrags-Vordrucke, die sogenannten „TM“

ANTRAG AUF VERLÄNGERUNG DES VORÜBERGEHENDEN AUFENTHALTS IM KÖNIGREICH (TM.7)
APPLICATION FOR EXTENSION OF TEMPORARY STAY IN THE KINGDOM (TM.7)mehr (PDF)

ANTRAG AUF WIEDEREINREISE-ERLAUBNIS ZUR RÜCKKEHR IN DAS KÖNIGREICH (TM.8)
APPLICATION FOR RE-ENTRY PERMIT TO RETURN INTO THE KINGDOM (TM.8)mehr (PDF)

FORMULAR FÜR AUSLÄNDER ZUR BENACHRICHTIGUNG EINES AUFENTHALTS LÄNGER ALS 90 TAGE (TM.47)
FORM FOR ALIEN TO NOTIFY OF STAYING LONGER THAN 90 DAYS (TM.47)mehr (PDF)

MITTEILUNGSFORMULAR FÜR EIGENTÜMER ODER BESITZER DES WOHNSITZES, WO DER AUSLÄNDER SICH AUFHÄLT (TM.30)
NOTIFICATION FORM FOR HOUSE-MASTER, OWNER OR THE POSSESSOR OF THE RESIDENCE WHERE ALIEN HAS STAYED (TM.30)mehr (PDF) (Thai-Ticker Artikel)

Und viele Antrags-Vordrucke mehr z.B. Reisepasswechsel, Meldung über einen gestohlenen Reisepass …
https://bangkok.immigration.go.th/en/downloads_en

Strassenverkehr in Thailand Teil: II

Praxisbericht eines langjährigen Krankenhausmitarbeiters in mehreren Folgen.

Gastbeitrag von Manfred Kluge. Bei einem Verkehrsunfall ist der Farang meistens Schuld, auch wenn der thailändische Unfallgegner halbblind (vor allem bei älteren Fahrern auf dem Land nicht selten), oder wenn er betrunken war und natürlich nicht im Besitz eines Führerscheins. Dies hat sich in den letzten Jahren gebessert, aber immer noch haben 50% aller Motorradfahrer kein gültiges Papier und sehr oft auch keine Versicherung. In der Regel erscheint dann die Polizei, befragt die Beteiligten und erstellt dann einen Unfallbericht, natürlich auf Thai, und lädt dann die Unfallbeteiligten kurze Zeit später auf die örtliche Polizeistation vor, um den Fall zu “regeln”, wie es so schön heisst, und den Farang auffordert -nur der Form halber natürlich!-, dieses Protokoll zu unterschreiben. Abgesehen davon, dass dieses Papier handschriftlich auf Thai verfasst ist, enthält es meist auch eine Notiz des Polizeibeamten über die Schuldfrage. Dabei ist es üblich, dass der Farang immer Schuld hat, wie bereits erwähnt, auch wenn der Unfallgegner sich eindeutig rechtswidrig verhalten und natürlich keinen Führerschein hat. Daher ist hier der gute Rat am Platz: Finger weg, nichts unterschreiben, allenfalls einen Vermerk in Englisch “protocol incorrect, signature refused”, eine Kopie verlangen und damit zu einem Anwalt oder auf das deutsche Konsulat zu gehen zur weiteren Beratung. Meist wird auch der “verständnisvolle” Polizeibeamte vorschlagen, den Fall direkt vor Ort zu regeln zur Begleichung des materiellen und körperlichen Schadens gegen Zahlung einer meist erheblichen Summe in Höhe von mehreren thailändischen Monatsgehältern (ein aktuelles Monatsgehalt beträgt im Mittel 10.000 Baht). Auch hier gilt: keinen Baht zahlen ohne vorherige Beratung mit den kompetenten Stellen und keinesfalls Originaldokumente hinterlegen wie z.B. den Reisepass! Hauptsache ist: höflich bleiben, aber knallhart und unnachgiebig gegenüber allen Überredungsversuchen, man “müsse jetzt aber zahlen und unterschreiben”, so sei das Gesetz.

Damit schliessen wir das Kapitel “Unfälle” ab und kommen zu den normalen Krankheitsfällen, ob nun plötzlich und ungeplant oder längerfristig vorhersehbar. Grundsätzlich gilt hier: ab dem Alter von fünfzig sollte der jährliche Gesundheitscheck eine Selbstverständlichkeit sein. Ganz einfach ausgedrückt: wer bei der Vorsorge spart, zahlt später doppelt, vor allem bei verschleppten oder unentdeckten Krankheiten. Eine Blutdruckmessung, ein Sehtest, ein Blutbild, ein Urintest, eine Stuhlprobe, eine Röntgenaufnahme des Thorax, ein EKG und ggf. eine Ultraschallaufnahme des Abdomens können wichtige Hinweise geben auf sich anbahnendes Unheil. Internationale Hospitäler, hier vor allem das Chiang Mai Ram, bieten noch dazu hilfreiche Dolmetscherdienste in allen möglichen Sprachen an, damit der geneigte Patient das Gespräch mit dem Arzt und die Untersuchungsergebnisse auch genau versteht und die nötigen Schlussfolgerungen daraus ziehen kann – wenn er/sie denn hören will, was leider auch nicht bei allen Patienten der Fall ist.

Aber wie dem auch sei, jeder von uns wird krank, ”cotidie morimur, wir sterben jeden Tag”, wie schon die Römer wussten, und mit zunehmendem Alter treten die berühmten drei Problemkreise auf: DM, HT und DLM sind die Kürzel in der Ärztesprache, also Diabetes, Bluthochdruck und hohe Blutfettwerte, zusammen mit den typischen Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, die meist als Folge dieser langfristigen Morbiditäten auftreten, jedoch oft nicht ernst genug genommen werden, manchmal aus Furcht, manchmal aus Ignoranz, die Gründe sind verschieden. Dies ist, wohlgemerkt, das Erscheinungsbild bei den sogenannten “westlichen” Patienten, das Bild bei den Thais sieht meist völlig anders aus, denn die thailändischen Patienten warten meist sehr lange, bis sie einen Arzt aufsuchen, in der Regel aus Geldmangel; viele gehen auch aus Aberglauben erst einmal zum örtlichen Wahrsager, bevor sie etwas unternehmen oder kaufen einige pflanzliche Medikamente, die ebenfalls billiger sind als die chemischen aus der Wunderküche der internationalen Pharmazie.

Diejenigen Patienten, welche sogenannte Vorerkrankungen haben und ständig ärztliche Überwachung und Medikamente benötigen, haben es normalerweise schwer, eine Absicherung über eine private Krankenversicherung zu bekommen und wenn, dann sind diese Policen entweder sehr teuer oder sie schliessen von vornherein ebendiese Erkrankungen aus. Dies lässt sich dadurch lösen, dass man eine Police abschliesst nur für stationäre Behandlungen und somit alle ambulanten Untersuchungen, Medikamente etc. aus der eigenen Tasche bezahlen muss. Grundsätzlich gilt: deutsche und europäische Versicherer sind in der Regel sehr nachsichtig, während britische und amerikanische Gesellschaften ausserordentlich misstrauisch sind und vor Vertragsabschluss auf jeden Fall eine Gesundheitsprüfung verlangen und bei Vorliegen von “pre-existing conditions” diese Vorerkrankungen von vornherein vom Vertrag ausschliessen. Konkrete Namen können wir hier aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht nennen, wie auch ein Krankenhaus offiziell keine Beratung geben darf zur Auswahl der ein oder anderen Versicherung.

Wir hoffen, mit diesen Berichten und Hinweisen unseren Lesern einige erste wichtige Hinweise gegeben zu haben; Fortsetzung folgt!

Straßenverkehr in Thailand – das tägliche Blutbad

Blutige Verkehrsunfälle und fehlender Versicherungsschutz von Ausländern –

Praxisbericht eines langjährigen Krankenhausmitarbeiters in mehreren Folgen.

Gastbeitrag von Manfred Kluge. Bei unserem letzten Gespräch, mit dem jetzt in Ruhestand gegangenen deutschen Honorarkonsul Hagen Dirksen sagte dieser uns, die Situation der Opfer von Verkehrsunfällen und deren Angehörigen sei dasjenige Thema, was ihn in seiner Zeit als Konsul am meisten bedrückt habe. Jemanden in Deutschland zu nachtschlafender Zeit anzurufen und den Eltern mitzuteilen, dass ihr 18-jähriger Sohn soeben bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen sei, habe mit zu seinen schwersten Aufgaben gehört. Wer sich allerdings über die Problematik der astronomisch hohen Zahl von Verkehrsunfällen zu deutlich äussert, macht sich schnell unbeliebt, denn Knochenbrüche und Todesfälle stören das harmonische Bild vom Urlaubs- und Rentnerparadies Thailand. Gerade deshalb ist es jedoch wichtig – manchmal geradezu überlebenswichtig – , dieses Blut- und Tränenthema anzusprechen und auch den häufig fehlenden Versicherungsschutz zu erwähnen, denn einen Unfall zu erleiden oder eine schwere Krankheit und dann möglicherweise noch ohne Versicherungsschutz dazustehen, ist sozusagen ein doppeltes Unglück für die Betroffenen.

Die meisten von uns wissen, dass Thailand zu den Ländern mit den meisten Verkehrsunfällen und auch den häufigsten Todesfällen gehört, wobei 85% davon auf Motorradunfälle zurückzuführen sind. Die hier ansässigen Ausländer und am allerwenigsten die Touristen machen sich allerdings klar, dass sie zu einer besonderen Risikogruppe gehören, bei denen die Gefahr eines Verkehrsunfalls nochmals weit über dem von Thailändern liegt. Kaum sind sie aus dem Flieger ausgestiegen und im Hotel angekommen, führt ihr Weg zum nächsten Motorradverleih, man unterschreibt schnell einen Vertrag über 14 Tage, hinterlegt eine Sicherheitsleistung, und kann dann z.B. mit einer Honda Click, dem häufigsten 125cc Scooter-Modell, losbrausen. Fragen des Verleihers nach dem internationalen Führerschein, der in Thailand vorgeschrieben ist? Meist Fehlanzeige. Die meisten Verleiher wollen sich ihr Geschäft nicht verderben lassen, überflüssige Fragen werden nicht gestellt, auch nicht nach einer evtl. vorhandenen Fahrpraxis auf einem Zweirad.

Thailand – das ist jedoch nicht Europa, der Zustand der Strassen ist nicht derselbe, vor allem, wenn es geregnet hat, die Fahrgewohnheiten der Thais sind, milde gesagt, höchst gewöhnungsbedürftig, und so kommt es denn, dass die unvorsichtige 22-jährige deutsche oder französische Touristin (kein Schreibfehler, denn viele Verkehrsopfer sind junge Frauen) sich ein Motorrad ausleihen, dann am zweiten Tag ihres Urlaubs auf der Nase liegen, von umstehenden Thais umsorgt solange, bis die Ambulanz kommt. Der Krankenwagen kommt dann meist auch sehr schnell und bringt die Opfer in eines der besseren, privaten Krankenhäuser, wo man zumindest Englisch spricht. Nach der medizinischen Erstversorgung kommt dann meist die Frage nach der Krankenversicherung, die bei dieser Klientel auch in der Regel vorhanden ist, denn mit dem Flugticket wird meist auch eine Versicherungspolice mit abgeschlossen, in Zeiten von COVID ohnehin.

Der absolute Rekord war ein 19-jähriger Deutscher, der gerade über Bangkok nach Chiang Mai geflogen war, sich sofort ein Motorrad lieh und bereits an seinem zweiten Urlaubstag einen Unfall baute. Dumm gelaufen, könnte man sagen: Beinoperation, 8 Tage Krankenhausaufenthalt, Urlaub zu Ende, Flugticket umbuchen, Heimflug antreten mit einem bandagierten Unterschenkel und Knie, einem Arm in der Schlinge oder auch mit einem Stützkorsett für die angeknackste Wirbelsäule. ‘Dumm gelaufen’ im wahrsten Sinne des Wortes, denn als leiderfahrener Krankenhausmitarbeiter fragt man sich ja jedes Mal: Wie ist es eigentlich möglich, dass relativ gebildete junge Europäer, mit allen Informationsmöglichkeiten über das Internet und die sozialen Netzwerke, dennoch das Risiko eingehen und das gefährlichste aller vorhandenen Transportmittel auswählen, wo es doch ein reiches Angebot von Tuktuks, roten Sammeltaxis oder auch Grab-Taxis gibt, die einen für wenig Geld an fast jeden Ort bringen? Ein psychologisches Rätsel, das dringend einer Aufklärung bedürfte. Wenn man die Leute dann befragt, hört man meistens Äusserungen wie “Wir wollten zum Wat Doi Suthep hochfahren, aber dann war da bei der Rückfahrt eine Kurve mit einem Schlagloch”, oder “die Strasse war nach dem Regen etwas rutschig” (Pardon, aber das gehört zu den physikalischen Wetterumständen), “der Thai-Autofahrer hat uns einfach nicht gesehen” (was durchaus sein kann, denn viele ältere thailändische Fahrer, vor allem von halbverrotteten Pick-ups, sind leider halbblind, haben keinen Führerschein und eine stark verminderte Reaktionsfähigkeit). Und dann natürlich die absolute Unfall- und Todesstrecke von Chiang Mai nach Pai, die man mit einem Zweirad eigentlich überhaupt nicht befahren sollte, denn die Fahrt dauert mehr als drei Stunden, ist sehr kurvenreich und auch geübte Autofahrer müssen dort höllisch aufpassen. Jede halbe Stunde fährt ein Bus nach Pai vom Chang-Phueak Busterminal aus, für ein paar Baht, also warum sich diesem Risiko aussetzen?

Warum also? Ein grosses Thema für ein Seminar in Psychologie. Eine mögliche Antwort kann darin liegen, dass vor allem junge Leute ohne grosse Lebenserfahrung ein sehr vermindertes Risiko- und Gefahrenbewusstsein haben. Die Generation der Smartphone- und Tablet-Abhängigen –man kann dies sehr wohl als pathologisches Phänomen ansehen, also als potentiell krankhaft – weiss einfach nicht, wie es ist, wenn ein 60-90 kg schwerer Körper mit seiner vollen kinetischen Energie auf eine harte Asphaltoberfläche knallt. Man ist halt daran gewohnt, dass man schlechte Fotos nachbearbeiten oder wegklicken kann und virtuelle Touren unternehmen, aber jeder, der jemals breite Schürfwunden am Arm oder am Unterschenkel hatte oder auch eine Knieverletzung, der weiss erst, was wirkliche Schmerzen sind. Man muss eben erst einmal wirklich “vom Pferd geworfen” werden oder von einem Elefantenfuss mit einer Wucht von einer Tonne am Brustkorb getroffen worden sein (in den Elefantenparks z.B. in der Provinz Chiang Mai ist dies Alltag, wird aber gerne verschwiegen), um zu verstehen, dass die reale Welt einen manchmal sehr radikal in die Wirklichkeit zurückversetzt, abseits aller veganer Gutmenschenentwürfe, die gerade in den Köpfen der jüngeren Generation herumspuken. In diesen paradoxen Zusammenhang gehört aber auch die nonchalante Missachtung von Gesetzen und Regeln des Landes, in welchem man sich gerade als Gast aufhält. Egal ob nun auf Phuket, in Pattaya oder Chiang Mai, überall sind es vielfach westliche Ausländer, die penetrant keine Masken tragen auf der Strasse oder in Einkaufszentren. Die sehr oft keinen Schutzhelm tragen beim Motorradfahren oder die mit einem schmutzigen, viel zu kleinen T-Shirt meinen, in ein hiesiges Krankenhaus oder Einkaufszentrum gehen und dies offenbar als besonderes Zeichen ihrer Individualität sehen.
Diese Missachtung elementarer ästhetischer und moralischer Verhaltensregeln ist offenbar das neue ‘New normal’: man möchte alle Rechte haben, aber keine Pflichten, und wertet diesen Widerspruch als besonderen Ausdruck individueller Freiheit nach dem Motto “I don’t care”.
Aber genug davon, im zweiten Teil wenden wir uns dann dem Thema “Residenten in Thailand” zu.

 

 

Songkran geschlossen Notdienste

+ Immigration-Büros geschlossen ab Mittwoch, dem 6. April bis einschließlich Freitag, dem 15. April 2022.
+ Deutsche Botschaft Bangkok geschlossen Songkran- und Osterfeiertage, ab Mittwoch, dem 13. April, bis Montag, den 18. April 2022. Ab Dienstag, den 19. April, wieder geöffnet.
+ Austrian Embassy Bangkok geschlossen von Mittwoch, 13. April bis einschließlich Ostermontag, dem 18. April
+ Schweizer Botschaft Bangkok, anlässlich Songkran ist die Botschaft ab Mittwoch, dem 13. April bis Sonntag, dem 17. April geschlossen.
+ Pattaya Deutsche/Österreich Konsulat geschlossen vom 13. April bis zum 18. April 2022 geschlossen.
+ Chiang Mai H-Konsulat im April Herr Schmidt ist ab 6.04. bis 15.04.2022 nicht im Büro. Das HK ist zu Songran vom 11.04. bis 15.04.2022 geschlossen. Ab 18.04.2022 wieder normal geöffnet… mehr

Notfall in Thailand, Informationen:

Thailändische Notrufe, Alarmzentralen & Hilfsdienste in D-A-CH

Thailand

Botschaften/Vertretungen mit Adressangaben und NOTRUFEN von D–A-CH sind hier im Folgenden zentral angegeben

Bangkok

Bangkok Notrufe – Arzt & Krankentransport, answer Ask a Doctor, Krankenwagen, Ambulanz Flugdienste, Krankenhäuser mit deutschsprechenden Koordinatoren.

Chiang Mai <> Hua Hin <> Phuket <> Koh Samui <> Pattaya <> Provinzen

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